AKADEMIE FÜR SCHUTZ, SICHERHEIT & KRIMINALISTIK

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Modulinhalte "Forensisch psychiatrische Ansätze der Täterbegutachtung"

Referentin: Dr. Sigrun Roßmanith
 

  • Standort und Aufgaben der Forensischen Psychiatrie im Strafrecht
  • Täter und Täterinnen: Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Besonderheiten 
  • Mütter und Frauen als Gewalttäterinnen
  • Gewalt gegen Kinder und Kindstötungen (Filizide)
             • Fahrlässige Tötungen und Gewalthandlungen mit Todesfolge
             • Tötungen aus Rache
             • Barmherzigkeitstötungen
             • Partnertötungen
             • Wahnhaft motivierte Kindstötungen (Capgras syndrom)
             • Erweiterter Suizid und erweiterter Mord bei Frauen und Müttern
             • Neonatizide: Tötung unter der Geburt: „Gretchenparagraph: § 79 StGB“, mildernde Umstände nur für die Mutter, nicht für den Vater
             • Infantizide: Tötung eines Kindes bis zu 1 Jahr
  • Parrizide: Elterntötungen
  • Gewalthandlungen an Familienfremden/Zufallsopfern
  • Geisteskranke Gewalttäterinnen
  • Amoktäterinnen
  • Sexualstraftäterinnen
  • Begutachtung der Zurechnungsunfähigkeit und verminderten Zurechnungsfähigkeit
             • Prüfung der Voraussetzungen des § 287 StGB (Begehung einer mit Strafe bedrohten Handlung im Zustand voller Berauschung)
             • Prüfung der Voraussetzungen des § 11 StGB (Zurechnungsunfähigkeit)
             • Prüfung der Voraussetzungen des § 34 StGB (Besondere Milderungsgründe)
  • Begutachtung der Voraussetzung für die Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorm Rechtsbrecher
             • Beurteilung der geistigen oder seelischen Abartigkeit von höherem Grad
             • § 21/1 StGB: Täter war zurechnungsunfähig im Tatzeitpunkt
                           - Stationäre Maßnahmenunterbringung
                           - Bedingte Maßnahmenunterbringung mit Weisungen
             • § 21/2 StGB: Täter war zurechnungsfähig im Tatzeitunkt
                           - Stationäre Maßnahmenunterbringung
                           - Bedingte Maßnahmenunterbringung mit Weisungen: selten, da nur bei einer bedingten Freiheitsstrafe möglich
             • Beurteilung der Gefährlichkeitsprognose: statistische vs intuitive Prognose, Prognoseinstrumente: Psychopathie Check Liste: PCL-R VRAG, SORAG,
                Static 99, etc.
             • § 22 StGB: Unterbringung in einer Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher
  • Beurteilung der Vernehmungsfähigkeit, der Verhandlungsfähigkeit und der Strafvollzugstauglichkeit
  • Prüfung der Voraussetzungen des § 39 SMG: Aufschub des Strafvollzuges bei einem an Suchtmittel gewöhnten Verurteilten zum Absolvieren einer gesundheitsbezogenen Maßnahme